Zähneknirschen (Bruxismus) mit Botulinumtoxin behandeln – Effektive Hilfe gegen verspannte Kaumuskeln

Das Wichtigste auf einen Blick

Zähneknirschen betrifft etwa 20–30 % der Bevölkerung und führt unbehandelt zu erheblichen Folgen wie Zahnschäden, chronischen Kopfschmerzen und Kiefergelenkproblemen. Die Behandlung mit Botulinum entspannt die überaktive Kaumuskulatur um bis zu 40 % und reduziert das unbewusste Knirschen bereits nach einer Woche spürbar. In Kombination mit einer Aufbissschiene gilt diese Therapie als Goldstandard bei chronischem Bruxismus.

MethodeEntspannung der Kaumuskulatur mit Botulinumtoxin
Behandlungsdauer10–15 Minuten, keine Ausfallzeit
Wirkbeginn/Peak3–5 Tage / 10–14 Tage
Haltbarkeit3–6 Monate (durchschnittlich 4 Monate)
NachkontrolleNach 2 Wochen zur Dosisoptimierung
GesellschaftsfähigkeitSofort nach der Behandlung

Nächtliches Zähneknirschen ist mehr als nur eine lästige Angewohnheit – es ist eine ernstzunehmende Belastung für Zähne, Kiefer und die gesamte Lebensqualität.

Die Behandlung mit Botulinumtoxin hat sich in den letzten Jahren als eine der wirksamsten nicht-operativen Methoden bei chronischem Zähneknirschen etabliert. Anders als eine Aufbissschiene, die lediglich die Zähne schützt, behandeln wir die Ursache der Beschwerden – die überaktive Muskulatur. Das Ergebnis: weniger Schmerzen, besserer Schlaf und langfristig geschützte Zähne.

Was ist Bruxismus – und warum knirschen so viele mit den Zähnen?

Bruxismus – das chronische Zähneknirschen – bezeichnet das unbewusste Knirschen, Pressen oder Reiben mit den Zähnen, das hauptsächlich nachts während des Schlafes auftritt. Diese als Schlafbruxismus bekannte Form betrifft Millionen von Menschen weltweit und bleibt oft lange unbemerkt. Die Betroffenen wachen morgens mit verspanntem Kiefer auf, ohne sich an das nächtliche Zähneknirschen zu erinnern.

Die Ursachen: Ein komplexes Zusammenspiel

Die Ursachen für Zähneknirschen sind vielfältig und oft miteinander verknüpft. Stress und psychische Anspannung gelten als Hauptauslöser, da das Gehirn im Schlaf unbewusst versucht, die Belastungen des Tages zu verarbeiten. Dabei kann die Kaumuskulatur mit einer Kraft von bis zu 480 Kilogramm pro Quadratzentimeter aufeinander pressen – ein Vielfaches der normalen Kaukraft. Besonders Stress im Berufsleben führt zu verstärktem Zähneknirschen in der Nacht.

Weitere Faktoren, die wir bei Medical NOVA regelmässig beobachten, sind Schlafstörungen, Fehlstellungen im Kiefergelenk, bestimmte Medikamente oder genetische Veranlagung. Schlafstörungen verstärken dabei häufig den Schlafbruxismus, da die Tiefschlafphasen gestört werden und die Anspannung nicht abgebaut werden kann. Besonders in den letzten Jahren haben wir einen deutlichen Anstieg bei jüngeren Patienten festgestellt, bei denen sich die Symptome durch beruflichen Stress und digitale Überlastung verstärken.

„Viele unserer Patienten berichten, dass sie jahrelang nicht wussten, woher ihre morgendlichen Kopfschmerzen und die chronische Erschöpfung kommen. Erst die Diagnose Bruxismus brachte Klarheit – und die Behandlung endlich Linderung." – Dr. med. Tukezban Huseynova, Ärztliche Leiterin Medical NOVA

Symptome und Folgen von Zähneknirschen im Alltag

Die Folgen von unbehandeltem Bruxismus zeigen sich auf mehreren Ebenen und beeinträchtigen die Lebensqualität erheblich. Zunächst leidet der Zahnschmelz unter der permanenten mechanischen Belastung. Die Zähne werden abgeschliffen, empfindlich gegenüber Kälte und Wärme und können im fortgeschrittenen Stadium sogar abbrechen.

Schäden an Zähnen und Zahnersatz

Füllungen und Kronen werden durch die enormen Kräfte gelockert oder beschädigt, was zu häufigen Zahnarztbesuchen und kostspieligen Reparaturen führt. Viele Betroffene bemerken erst beim Zahnarzt das Ausmass der Schäden, wenn bereits erhebliche Substanz an den Zähnen verloren gegangen ist.

Muskuläre und nervale Beschwerden

Die muskulären Beschwerden sind oft noch belastender als die Zahnschäden. Viele Betroffene leiden unter chronischen Kopfschmerzen, die vom verspannten Kiefer bis in die Schläfen und den Nacken ausstrahlen. Die überaktive Kaumuskulatur führt zu Schmerzen beim Öffnen des Mundes, beim Kauen und sogar beim Sprechen. Häufig entwickelt sich eine ausgeprägte Verspannung im gesamten Schulter-Nacken-Bereich. Die permanente Anspannung der Muskulatur führt zu chronischen Kopfschmerzen, die den gesamten Tag beeinflussen können.

Betroffene BereicheHäufige SymptomeLangzeitfolgen
ZähneAbgeschliffener Zahnschmelz, EmpfindlichkeitZahnschäden, Zahnverlust, häufige Reparaturen
KaumuskulaturVerspannungen, Druckgefühl, VerhärtungenChronische Schmerzen, eingeschränkte Funktion
KiefergelenkKnacken, Schmerzen beim KauenArthrose, Funktionsstörungen (CMD)
Kopf & NackenMorgendliche Kopfschmerzen, Verspannungen, AnspannungChronische Spannungskopfschmerzen, Migräne
SchlafqualitätUnruhiger Schlaf, ErschöpfungChronische Müdigkeit, verminderte Leistungsfähigkeit

Das Kiefergelenk selbst kann durch die Dauerbelastung geschädigt werden, was zu Knackgeräuschen, eingeschränkter Mundöffnung und im schlimmsten Fall zu degenerativen Veränderungen führt. Diese craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist besonders tückisch, da sie oft schwer zu behandeln ist und chronische Beschwerden verursacht.

Behandlung mit Botulinumtoxin: So funktioniert das „Kaumuskel-Botox"

Die Behandlung von Bruxismus mit Botulinumtoxin hat sich als hocheffektive Therapieoption etabliert. Anders als bei rein ästhetischen Anwendungen steht hier der medizinische Nutzen im Vordergrund. Das Wirkprinzip basiert auf der gezielten Entspannung der überaktiven Kaumuskulatur, insbesondere des Musculus masseter – dem kräftigsten Kaumuskel im menschlichen Körper.

Das Wirkprinzip: Entspannung statt Lähmung

Bei der Injektion wird Botulinumtoxin Typ A präzise in die verspannten Bereiche der Kaumuskulatur eingebracht. Der Wirkstoff blockiert dort die Signalübertragung zwischen Nervenzelle und Muskel, indem er die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin hemmt. Dies führt zu einer kontrollierten, partiellen Entspannung des Muskels.

Wichtig zu verstehen ist, dass die Behandlung die Muskelkraft nicht vollständig ausschaltet, sondern sie auf ein normales, gesundes Niveau reduziert. Sie können nach der Behandlung weiterhin normal kauen und sprechen – nur das übermässige, schädliche Zähneknirschen wird unterbunden. Der Mund kann ohne Einschränkungen bewegt werden, und die natürliche Kaufunktion bleibt vollständig erhalten.

Faktencheck zur Bruxismusbehandlung

WirkstoffBotulinumtoxin Typ A
WirkungseintrittNach 3–5 Tagen spürbar, volle Wirkung nach 10–14 Tagen
Wirkungsdauer3–6 Monate (durchschnittlich 4 Monate)
Empfohlene Wiederholung2–3× pro Jahr für nachhaltige Ergebnisse
Entspannung der MuskulaturBis zu 30–40 % Reduktion der Muskelaktivität

Wissenschaftliche Evidenz und Studienlage

Wissenschaftliche Studien, die in renommierten Fachzeitschriften wie dem Journal of Oral Rehabilitation veröffentlicht wurden, belegen die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode eindrucksvoll. In kontrollierten Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass sich die Kaumuskulatur nach einer Botulinumtoxinbehandlung um bis zu 30–40 % entspannt. Dies führt bei den meisten Patienten bereits nach der ersten Behandlung zu einer deutlichen Reduktion des nächtlichen Knirschens und der damit verbundenen Symptome.

Der ästhetische Zusatzeffekt: Face Slimming

Ein zusätzlicher positiver Effekt, den viele Patientinnen schätzen, ist die ästhetische Verschmälerung der Kieferpartie. Durch die jahrelange Überaktivität vergrössert sich der Massetermuskel häufig, was zu einer kantigen, breiten Unterkieferform führt. Die Entspannung durch Botulinumtoxin lässt den Muskel über die Zeit wieder schlanker werden – ein Effekt, der als „Face Slimming" oder „Jawline Contouring" bekannt ist und oft als angenehmer Nebeneffekt wahrgenommen wird.

Ablauf der Behandlung bei Medical NOVA

Bei Medical NOVA folgt jede Bruxismusbehandlung einem strukturierten, mehrstufigen Prozess, der höchste Qualitätsstandards und optimale Sicherheit gewährleistet. Unsere langjährige Erfahrung in der präzisen Behandlung sensibler Gesichtsbereiche kommt Ihnen dabei besonders zugute.

1

Erstgespräch

Anamnese, Untersuchung der Kaumuskulatur, Behandlungsplan

2

Vorbereitung

Desinfektion, Markierung der Injektionspunkte

3

Injektion

Präzise Behandlung (10–15 Minuten)

4

Nachsorge

Kontrolle nach 2 Wochen, Verlaufskontrolle

Schritt 1: Ausführliche Anamnese und Diagnostik

Die Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch in unserer Praxis in Bülach. Dabei untersucht die behandelnde Ärztin zunächst die Kaumuskulatur durch Tasten und bewertet den Grad der Verspannung. Eine gründliche Anamnese klärt die individuellen Beschwerden, bisherige Therapieversuche und mögliche Kontraindikationen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen nächtlichem Schlafbruxismus und tagsüber auftretendem Pressen, da dies die Behandlungsstrategie beeinflussen kann.

Wir nehmen uns Zeit für diese Analysephase – typischerweise 20 bis 30 Minuten – um ein umfassendes Bild Ihrer Situation zu erhalten. Auch mögliche Begleiterkrankungen wie Kiefergelenkprobleme oder chronische Kopfschmerzen werden erfasst, um einen ganzheitlichen Behandlungsplan zu entwickeln. Ebenso berücksichtigen wir Faktoren wie Stress und Schlafstörungen, die das Zähneknirschen verstärken können.

Schritt 2: Professionelle Vorbereitung

Am Tag der eigentlichen Behandlung wird die Haut zunächst gründlich desinfiziert. Die Ärztin markiert dann die exakten Injektionspunkte am Massetermuskel und gegebenenfalls an den Schläfenmuskeln. Diese präzise Planung ist entscheidend für den Behandlungserfolg und unterscheidet eine professionelle Anwendung von unsachgemässen Behandlungen.

Schritt 3: Die eigentliche Behandlung

Die Injektion selbst dauert nur etwa 10 bis 15 Minuten und wird mit feinen Nadeln durchgeführt. Die meisten Patienten empfinden den kurzen Einstich als gut tolerierbar – vergleichbar mit einer Botox-Behandlung im Gesicht. Pro Seite werden typischerweise 15 bis 30 Einheiten Botulinumtoxin in mehreren Punkten injiziert, wobei die genaue Dosierung von der Grösse und Aktivität der Kaumuskulatur abhängt.

Schritt 4: Nachsorge und Kontrolltermin

Die Nachsorge spielt eine wichtige Rolle für den Behandlungserfolg. In den ersten 24 Stunden nach der Injektion sollten Sie auf Sport, Sauna, intensive Massagen im Gesichtsbereich und übermässige Hitzeeinwirkung verzichten. Das behandelte Areal sollte nicht gedrückt oder massiert werden, um eine Diffusion des Wirkstoffs in benachbarte Muskelgruppen zu vermeiden.

  • Erste 24 Stunden: Keine sportliche Betätigung oder Saunabesuche
  • Behandelte Bereiche nicht massieren oder stark berühren
  • Aufrechte Körperhaltung für 4 Stunden nach der Behandlung
  • Keine ausgedehnten Gesichtsbehandlungen im Behandlungsbereich
  • Kontrolltermin nach 2 Wochen wahrnehmen zur Dosisoptimierung

Nach etwa zwei Wochen erfolgt ein Kontrolltermin, bei dem wir die Wirkung evaluieren und bei Bedarf nachjustieren. Diese Nachkontrolle ist besonders bei der Erstbehandlung wichtig, da jede Muskulatur individuell auf das Botulinumtoxin reagiert und wir so die optimale Dosis für Sie ermitteln können.

Häufige, harmlose Begleiterscheinungen

Die meisten Nebenwirkungen treten direkt nach der Behandlung auf und verschwinden binnen weniger Stunden bis Tage von selbst. Dazu gehören leichte Schwellungen an den Einstichstellen, vorübergehende Rötung der Haut und gelegentlich kleine Hämatome. Diese sind bei etwa 10 % der Patienten zu beobachten und meist binnen einer Woche abgeklungen.

Seltene Nebenwirkungen können vorübergehende Schwierigkeiten beim Kauen harter Nahrungsmittel oder ein Schweregefühl im Kiefer sein. Diese Symptome treten meist nur in den ersten Tagen auf und verschwinden, sobald sich die Muskulatur an die neue Situation angepasst hat.

Wichtiger Hinweis: Die Behandlung sollte ausschliesslich von erfahrenen Fachärztinnen durchgeführt werden. Eine zu hohe Dosierung oder fehlerhafte Platzierung kann zu vorübergehenden Kauschwierigkeiten oder asymmetrischen Gesichtszügen führen. Bei Medical NOVA führen ausschliesslich spezialisierte Ärztinnen mit umfangreicher Erfahrung die Behandlung durch.

Kontraindikationen: Wann ist Vorsicht geboten?

Eine Bruxismusbehandlung mit Botulinumtoxin ist nicht für jeden geeignet. Kontraindikationen umfassen Schwangerschaft, Stillzeit, bekannte Allergien gegen Botulinumtoxin, neuromuskuläre Erkrankungen wie Myasthenia gravis sowie bestimmte Medikamente, die die Wirkung beeinflussen können. Eine ausführliche Anamnese im Vorfeld stellt sicher, dass die Behandlung für Sie geeignet und sicher ist.

Wirkung & Haltbarkeit – was Sie erwarten können

Die Wirkung des Botulinumtoxins entwickelt sich graduell und natürlich. Anders als bei anderen Behandlungen, wo das Ergebnis sofort sichtbar ist, entfaltet sich die Wirkung über mehrere Tage, wodurch ein sehr natürlicher Übergang entsteht.

ZeitpunktWirkungBesonderheiten
Tag 1–2Keine spürbare VeränderungBotulinumtoxin benötigt Zeit zum Wirken
Tag 3–5Erste Entspannung merklichLangsame Reduktion der Muskelaktivität
Tag 10–14Maximaler Effekt erreichtOptimaler Zeitpunkt für Kontrolltermin
Monat 3–6Volle Wirkung hält anIndividuelle Variation je nach Stoffwechsel

Langzeitstrategie für nachhaltige Ergebnisse

Die Wirkungsdauer beträgt durchschnittlich 3 bis 6 Monate, wobei diese Zeitspanne von verschiedenen individuellen Faktoren abhängt. Zur nachhaltigen Linderung empfiehlt sich eine Wiederholungsbehandlung alle 4–6 Monate, bis sich die Muskulatur langfristig an die geringere Aktivität gewöhnt hat. Bei regelmässigen Behandlungen beobachten wir oft eine Verlängerung der Wirkungsdauer.

„Viele Patientinnen berichten uns, dass sie nach etwa einer Woche morgens deutlich weniger Anspannung im Kiefer verspüren und der Schlaf endlich wieder erholsam ist. Die Kopfschmerzen verschwinden, Schlafstörungen nehmen ab, und die durch Stress verursachte Verkrampfung löst sich. Die Zähne sind besser geschützt, und das nächtliche Zähneknirschen reduziert sich merklich. Die Verbesserung der Lebensqualität ist oft beeindruckend." – Dr. med. Tukezban Huseynova, Fachärztin für Ästhetische Medizin

Wann eine Kombination mit Zahnschiene sinnvoll ist

Die optimale Therapie von Bruxismus folgt häufig einem multimodalen Ansatz, bei dem verschiedene Behandlungsmethoden kombiniert werden. Eine Aufbissschiene schützt die Zähne mechanisch vor direktem Kontakt und verhindert damit den Abrieb des Zahnschmelzes. Sie bewahrt somit die Zahnsubstanz vor weiteren Schäden, behandelt aber nicht die Ursache – die überaktive Kaumuskulatur.

Der Goldstandard: Kombination beider Methoden

Hier liegt die Stärke der kombinierten Therapie: Die Zahnschiene schützt die Zähne, während Botulinumtoxin die Muskelaktivität reduziert. Diese Kombination gilt heute als Goldstandard bei chronischem Bruxismus. Die Zahnschiene wird dabei vom Zahnarzt individuell angepasst und schützt besonders in der Anfangsphase der Botulinumtoxintherapie, bis die volle Wirkung eintritt.

Viele Patienten berichten, dass sie nach Beginn der Botulinumtoxinbehandlung die Schiene deutlich seltener oder leichter tragen können, da die Muskelspannung reduziert ist. Einige benötigen die Schiene nach mehreren Behandlungszyklen nur noch gelegentlich als Sicherheitsmassnahme.

Weitere unterstützende Massnahmen

Weitere unterstützende Massnahmen umfassen Stressmanagement-Techniken, Physiotherapie für die Nacken- und Kiefermuskulatur sowie gezielte Entspannungsübungen gegen Anspannung. Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson hat sich besonders bei stressbedingtem Schlafbruxismus bewährt und kann helfen, die Anspannung im Kiefer zu reduzieren. Die Behandlung von Schlafstörungen durch verbesserte Schlafhygiene kann ebenfalls das Zähneknirschen reduzieren und die Zähne langfristig schützen. Biofeedback-Training hat sich als ergänzendes Verfahren bewährt.

Kosten der Behandlung: Investition in Ihre Gesundheit

Die Kosten für eine Behandlung von Zähneknirschen mit Botulinumtoxin variieren je nach benötigter Dosierung und Umfang der Behandlung. In der Regel werden beide Seiten behandelt, wobei pro Sitzung zwischen 30 und 60 Einheiten Botulinumtoxin zum Einsatz kommen.

Transparente Preisgestaltung

Die Investition umfasst neben der reinen Behandlung auch die fachärztliche Beratung, Nachkontrollen und die individuelle Dosisanpassung. Wir legen grossen Wert auf faire Preisgestaltung und vermeiden versteckte Kosten oder nachträgliche Überraschungen. Eine persönliche Beratung liefert Ihnen eine präzise und verbindliche Kostenschätzung, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung haben wir die häufigsten Fragen unserer Patienten zusammengestellt. Diese sollen Ihnen dabei helfen, eine informierte Entscheidung zu treffen und mögliche Unsicherheiten auszuräumen.

Wie schnell wirkt die Behandlung gegen Zähneknirschen?

Die ersten Effekte sind typischerweise nach 3 bis 5 Tagen spürbar, wenn sich die Muskulatur zu entspannen beginnt. Die volle Wirkung entfaltet sich nach etwa 10 bis 14 Tagen. Viele Patienten berichten bereits nach einer Woche von deutlich weniger Spannung im Kiefer und einem erholsameren Schlaf. Die maximale Entspannung der Kaumuskulatur wird nach zwei Wochen erreicht.

Kann ich nach der Behandlung noch normal essen und kauen?

Ja, die Behandlung beeinträchtigt die normale Kaufunktion nicht. Das Botulinumtoxin reduziert lediglich die übermässige, schädliche Muskelaktivität beim Knirschen, nicht jedoch die reguläre Kraft zum Kauen. In den ersten Tagen können sehr harte Lebensmittel möglicherweise etwas schwieriger zu kauen sein, aber die normale Ernährung ist ohne Einschränkungen möglich. Der Mund behält seine volle Beweglichkeit.

Wie lange hält die Wirkung an und wie oft muss nachbehandelt werden?

Die Wirkungsdauer beträgt durchschnittlich 3 bis 6 Monate, wobei die meisten Patienten etwa 4 Monate von der Behandlung profitieren. Zur nachhaltigen Linderung empfehlen wir 2 bis 3 Behandlungen pro Jahr. Bei regelmässiger Anwendung beobachten wir oft, dass sich die Abstände verlängern können, da sich die Muskulatur an das reduzierte Aktivitätsniveau gewöhnt.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Die meisten Patienten empfinden die Behandlung als gut tolerierbar. Die Injektionen werden mit sehr feinen Nadeln durchgeführt und fühlen sich ähnlich an wie bei einer Botoxbehandlung im Gesicht – ein kurzer Piks, der schnell vorübergeht. Falls Sie sehr schmerzempfindlich sind, können wir vorab eine betäubende Creme auftragen.

Hilft die Behandlung auch bei stressbedingtem Zähneknirschen?

Ja, besonders gut. Stress-bedingter Schlafbruxismus spricht ausgezeichnet auf die Behandlung an, da die überaktive Muskulatur entspannt wird. Die Anspannung im Kiefer löst sich, die Kopfschmerzen nehmen ab, und die Zähne werden geschützt. Bei gleichzeitigen Schlafstörungen empfehlen wir zusätzliche Entspannungstechniken und Stressmanagement-Methoden, um das nächtliche Zähneknirschen weiter zu reduzieren.

Kann die Behandlung Kopfschmerzen lindern?

Ja, viele Patienten berichten von einer deutlichen Reduktion ihrer morgendlichen Kopfschmerzen. Da die Anspannung der Kaumuskulatur oft die Ursache für Spannungskopfschmerzen ist, führt die Entspannung durch Botulinumtoxin häufig zu einer spürbaren Verbesserung. Der Mund kann sich entspannen, und die durch Zähneknirschen verursachten Schmerzen verschwinden. Auch stressbedingte Kopfschmerzen, die mit Kieferverspannungen zusammenhängen, lassen sich so effektiv behandeln.

Kann die Behandlung mit anderen Therapien kombiniert werden?

Ja, die Kombination ist nicht nur möglich, sondern oft sogar empfehlenswert. Besonders die Kombination mit einer Aufbissschiene gilt als Goldstandard bei chronischem Bruxismus. Die Schiene schützt die Zähne mechanisch, während das Botulinumtoxin die Ursache behandelt. Auch die Kombination mit anderen ästhetischen Behandlungen wie Stirnfalten-Behandlung oder Zornesfalten-Behandlung ist problemlos möglich.

Gibt es Langzeitrisiken bei wiederholter Behandlung?

Nein, bei sachgemässer Anwendung durch erfahrene Fachärzte sind keine Langzeitrisiken bekannt. Botulinumtoxin wird seit über 30 Jahren medizinisch eingesetzt und ist sehr gut erforscht. Die Behandlung ist vollständig reversibel, und es gibt keine Hinweise auf kumulative Schäden bei regelmässiger Anwendung. Im Gegenteil: Langfristig kann die Behandlung helfen, die Muskulatur umzutrainieren und das Knirschen zu reduzieren.

Was passiert, wenn ich mit der Behandlung aufhöre?

Wenn Sie die Behandlung beenden, kehrt die Muskelaktivität allmählich zu ihrem ursprünglichen Niveau zurück. Das Zähneknirschen kann dann wieder auftreten. Es gibt jedoch keine negativen Folgen durch das Absetzen der Behandlung. Einige Patienten stellen fest, dass das Knirschen nach einer Phase regelmässiger Behandlungen weniger intensiv auftritt, da sich neue Gewohnheiten etabliert haben.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

In der Regel werden die Kosten für eine Bruxismusbehandlung mit Botulinumtoxin nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, da es sich um eine nicht zugelassene Indikation handelt (sogenannter Off-Label-Use). Einige Zusatzversicherungen übernehmen jedoch einen Teil der Kosten. Wir empfehlen, dies vorab mit Ihrer Versicherung zu klären. Trotz der Selbstzahlung ist die Investition oft günstiger als die langfristigen Kosten durch Zahnschäden und Folgebehandlungen.

Warum Medical NOVA Ihre richtige Wahl ist

Unsere Philosophie basiert auf der Überzeugung, dass wahre Gesundheit und Wohlbefinden durch die Balance von Körper und Seele entsteht. Diese ganzheitliche Betrachtungsweise spiegelt sich auch in unserer Herangehensweise bei der Bruxismusbehandlung wider. Wir nehmen uns Zeit für eine ausführliche Diagnostik und entwickeln gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan.

✓ Fachärztliche Behandlung
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Unsere zentrale Lage im Zürcher Unterland macht uns für Patienten aus Zürich, Winterthur und der gesamten Region gut erreichbar. Jede Behandlung wird individuell geplant und durchgeführt, damit Sie sich rundum wohl und verstanden fühlen.

Dr. med. Tukezban Huseynova
Dr. med. Tukezban Huseynova
Ärztliche Leiterin Medical NOVA GmbH
Fachärztin für Augenheilkunde und Optometrie | Ophthalmochirurgin | Spezialistin für Ästhetische Medizin
Über 15 Jahre internationale Erfahrung | 10.000+ erfolgreiche Augenoperationen
Weitere Informationen zur Autorin | Unser Team | Über Medical NOVA

Das Zähneknirschen mit Botulinumtoxin zu behandeln ist eine bewährte, sichere und hochwirksame Methode, um die Beschwerden an der Wurzel zu packen und langfristig Schäden zu verhindern. Die Behandlung eignet sich für alle, die unter den Folgen von Bruxismus leiden und eine effektive, minimalinvasive Lösung suchen.

Wenn Sie mehr über unsere weiteren Behandlungsoptionen erfahren möchten – von Hyaluronsäure-Behandlungen über RF-Microneedling bis hin zu Thulium-Laser – besuchen Sie gerne unsere Website oder kontaktieren Sie uns direkt.

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